Notfalltreffpunkte für die Bevölkerung
Verseuchtes Trinkwasser, tagelanger Stromausfall, ein Ausfall der Notfallnummern oder zerstörte Infrastruktur nach einem Erdbeben: Bei Katastrophen, Notlagen oder anderen Grossereignissen muss die Bevölkerung rasch informiert und unterstützt werden. Hierfür haben die Gemeinden in Zusammenarbeit mit dem Kanton sogenannte Notfalltreffpunkte eingerichtet. Diese dienen der Bevölkerung als Anlaufstelle für Informationen oder im Fall einer Evakuierung sowie als Abgabestelle für Hilfsgüter. Weiter können am Notfalltreffpunkt Notrufe an die Blaulichtorganisationen abgesetzt werden. Im Ereignisfall werden die Notfalltreffpunkte mit Unterstützung der Feuerwehr durch den Zivilschutz betrieben. Die Notfalltreffpunkte sind ein Resultat einer nationalen Sicherheitsverbundübung aus dem Jahre 2014. Damals wurden die Szenarien «Blackout» und «Pandemie» durchgespielt. Es zeigt sich, dass die Behörden und Einsatzkräfte die Bevölkerung im Falle eines Ausfalls der üblichen Kommunikationskanäle nur schlecht und später nur mit Zeitverzögerung erreichen können. Aus dieser Erkenntnis kam die Idee der Notfalltreffpunkte auf, welche nun umgesetzt wurde. In jeder Gemeinde existiert mindestens ein Notfalltreffpunkt, insgesamt sind es im Kanton St. Gallen 166. Die Bevölkerung erkennt die Notfalltreffpunkte anhand der Signaltafeln.
Notvorrat und persönliche Vorsorge
Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung empfiehlt allen Haushalten in der Schweiz, einen Notvorrat für ungefähr eine Woche anzulegen. Ziel ist es, bei kurzfristigen Versorgungsunterbrüchen – beispielsweise durch Stromausfälle, Naturereignisse oder Transportprobleme – weiterhin mit den wichtigsten Gütern versorgt zu sein.
Zum empfohlenen Notvorrat gehören insbesondere:
- mindestens 9 Liter Wasser pro Person
- haltbare Lebensmittel für rund eine Woche
- Medikamente und Hygieneartikel
- batteriebetriebenes Radio
- Taschenlampe und Ersatzbatterien
- Kerzen, Streichhölzer oder Feuerzeug
- Möglichkeit zum Kochen ohne Strom (z. B. Gaskocher)
- Bargeld sowie Tierfutter bei Haustieren
Das Bundesamt empfiehlt zudem, Lebensmittel regelmässig zu verbrauchen und den Vorrat laufend zu erneuern, damit keine Produkte verderben. Besonders wichtig ist eine ausreichende Wasserversorgung, da Trinkwasser bei Störungen der Infrastruktur schnell knapp werden kann.
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